Sich um ein Haustier oder eine Pflanze kümmern – Empathie und Verantwortung lernen
1. Sich kümmern, um fühlen zu lernen
Wer sich um ein anderes Lebewesen kümmert, lernt, über den eigenen Blickwinkel hinauszuschauen: die Bedürfnisse anderer wahrzunehmen, dranzubleiben und zu verstehen, dass das eigene Handeln Folgen hat.
Dafür braucht es keinen Hund und keine Katze. Eine Pflanze am Fenster, ein kleines Beet auf dem Balkon oder ein Futterhäuschen für Vögel sind genauso wertvoll.
2. Colitas: Zärtlichkeit, die beschützt
Colitas setzt sich bedingungslos für Tiere, Pflanzen und die Umwelt ein. Ihr Leitsatz „Das müssen wir beschützen!“ fasst eine Haltung zusammen, die Eltern gut in den Alltag übertragen können:
- Erst beobachten, dann handeln: Hat die Pflanze Durst? Ist der Hund müde?
- Aufgaben, die zum Kind passen: gießen, den Wassernapf füllen oder trockene Blätter aufsammeln – immer unter Aufsicht eines Erwachsenen.
- Tiere respektieren: sie beim Fressen und Schlafen nicht stören und sanft mit ihnen umgehen.
3. Aktivitäten für die ganze Familie
- Der Samen im Glas: eine Hülsenfrucht in ein Glas mit feuchter Watte legen und jeden Tag malen, wie sie wächst (siehe Artikel 6).
- Das Pflegetagebuch: ein Wochenblatt mit Bildern, auf dem die Pflegeaufgaben abgehakt werden.
- Beobachtungsspaziergang: im Park nach Insekten, Vögeln und Blättern suchen, ohne sie anzufassen oder mitzunehmen.
- Bevor ein Haustier einzieht: in der Familie besprechen, was das bedeutet, und daran denken, dass die Verantwortung am Ende immer bei den Erwachsenen liegt.
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