Angst vor der Dunkelheit und dem Unbekannten – So begleitest du Kinderängste
1. Ängste gehören zur Entwicklung
Zwischen 3 und 6 Jahren entwickelt sich die Fantasie mit großer Kraft, doch das Kind kann Wirklichkeit und Vorstellung noch nicht gut auseinanderhalten. Deshalb tauchen Ängste vor der Dunkelheit, vor Monstern, vor Geräuschen in der Nacht oder vor neuen Situationen auf.
Diese Ängste sind entwicklungsbedingt und werden mit dem Alter meist schwächer. Ziel ist nicht, sie mit Gewalt zu beseitigen, sondern deinem Kind zu helfen, sich ihnen gewachsen zu fühlen.
2. Pelusin: der Mut, es langsam anzugehen
Pelusin ist ruhig, zurückhaltend und kreativ, und manchmal fürchtet er sich vor Unbekanntem. Sein Beispiel vermittelt eine wichtige Botschaft: Angst zu haben heißt nicht, weniger mutig zu sein, und jeder kleine Schritt zählt. Sein Leitsatz „Schritt für Schritt – ich kann das auch“ fasst die schrittweise Gewöhnung zusammen, die Fachleute empfehlen:
- Die Angst benennen: Über das zu sprechen, was Angst macht, nimmt ihm einen Teil seiner Macht.
- Mit Kreativität verwandeln: das Monster malen und ihm ein anderes Gesicht geben, ein lustiges Ende für die Geschichte erfinden.
- In Etappen vorangehen: zuerst mit Licht und Begleitung, dann mit gedämpftem Licht und später allein.
3. Hilfen für die Schlafenszeit
- Ein Licht als Begleiter: Ein sanftes Nachtlicht gibt Sicherheit, ohne den Schlaf zu stören.
- Ein verlässliches Ritual: Die „Vamos a la cama“-Routine (Artikel 1) nimmt dem Tagesende die Ungewissheit.
- Ein Kuscheltier oder -tuch: Ein Plüschtier oder eine Decke können als nächtliche „Wächter“ dienen.
- Kein Spott, keine Drohungen: Sätze wie „Sei kein Angsthase“ oder „Wenn du nicht schläfst, kommt der schwarze Mann“ verstärken die Angst.
- Passende Inhalte: Vor dem Schlafengehen Geschichten oder Bilder vermeiden, die dein Kind beunruhigen könnten.
Zum Spielen
Freude, Traurigkeit, Wut und Angst erkennen und benennen, sich mit Atmen beruhigen und eine Lösung finden.
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